Inklusion


"Bei Inklusion geht es nicht um erzwungene Gleichheit sondern um Vielfalt und Gleichberechtigung. [...] Es geht darum, dass Voraussetzungen geschaffen werden, die die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder ermöglichen."

Lisa Reimann



Was heißt das für unsere Schule an den Linden?


Unsere Schule an den Linden ist eine Schule, die den inklusiven pädagogischen Ansatz verfolgt.

Hier lernen nicht nur Kinder unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft von und miteinander, sondern auch Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen. Aktuell gibt es an unserer Schule für die Förderschwerpunkte geistige Entwicklung, Lernen, sozial-emotional und Sprache entsprechend ausgebildete Förderschullehrkräfte, welche die Kinder individuell unterstützen und auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Damit ermöglichen wir gleichberechtigtes Lernen. Durch den täglichen Umgang mit den inklusiv beschulten Kindern lernen auch Kinder ohne Beeinträchtigung wichtige Werte wie u.a. Toleranz, Solidarität und Empathie.


Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

SchülerInnen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben teil an gemeinschaftlichen Aktivitäten im Klassenverband und erfahren hier Wertschätzung, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft ihrer MitschülerInnen. Die SchülerInnen mit geistiger Beeinträchtigung werden nach individuellen Förderplänen unterrichtet, welche lernzieldifferenziert sind und auf den "Richtlinien für Unterricht und Erziehung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Hessen" (siehe: Hessisches Kultsministerum) basieren.

Neben den Kulturrechniken wird auf Aneignung von lebenspraktischen Tätigkeiten, wie selbstständige Zubereitung von Mahlzeiten oder die Bewältigung von Toilettengängen, besonders Wert gelegt. Hierfür werden den Förderschullehrkräften entsprechende Räumlichkeiten seitens unserer Schule zur Verfügung gestellt.


Förderschwerpunkt Lernen

Im Förderschwerpunkt Lernen befassen wir uns mit Schüler*innen, die in ihrem Lern- und Leistungsvermögen umfassend von der Altersnorm und den Vorgaben der Lehrpläne der jeweiligen Stufe abweichen und es sich um eine intensiv ausgeprägte Lernbeeinträchtigung oder -störung handelt. Hier wird davon ausgegangen, dass die Schwierigkeiten nicht nur temporär oder partiell sind, sondern eine langfristige Unterstützung in mehreren Lernbereichen angezeigt ist. Sie werden lernzieldifferent unterrichtet.

Diese Schüler*innen unterscheiden sich von jenen ohne sonderpäd. Förderbedarf hauptsächlich dadurch, dass sie im Aneignungsprozess von Lerninhalten intensiver Hilfe und Unterstützung bedürfen. Dies erfolgt durch die Gestaltung entsprechend strukturierter Lernsituationen, die Ermöglichung individueller Lernwege und Lernziele, sowie die Nutzung spezieller Lehr- und Lernmittel.

Mit der Schaffung eines inklusiven Bildungssystems besteht die Möglichkeit, dass Schüler*innen im Förderschwerpunkt Lernen in der allgemeinen Schule verbleiben und somit in heterogenen Lerngruppen, Prozesse des Voneinander-Lernens geschaffen werden. Sowohl im Unterricht als auch in der Kleingruppen – oder Einzelförderung achten wir darauf, einen engen Zusammenhang zwischen Diagnose, Intervention und Evaluation herzustellen. Auf der Basis einer gründlichen Förderdiagnostik der individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und der entsprechenden Förderung können die Schüler*innen deutliche Entwicklungsfortschritte zeigen.